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Wie entwickelt sich das Einkaufverhalten? Trends im Handel 2020

veröffentlicht am 23. Juli 2015 von in Allgemein, Gefunden

Zeiten ändern sich - Verbraucher auch: Smartphones schaffen eine nie dagewesene Transparenz für Verbraucher in Bezug auf Produktinformationen und Preise und bieten dem Händler neue Möglichkeiten der Kommunikation mit seinen Kunden. Die Deutschen werden weniger, doch nicht in den Städten. Supermärkte und Einkaufszentren in den Innenstadtlagen erleben eine Renaissance. Das sind Ergebnisse der Studie "Trends im Handel 2020" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des EHI Retail Institute.

Diese umfassende Konsumentenstudie beleuchtet die verschiedenen Kundentypen, deren Kaufverhalten sowie Faktoren, die Unternehmen einsetzen können, um die Kunden der Zukunft für sich zu gewinnen und beantwortet u. a. die folgenden Fragen:
  • Welche Zielgruppen sind hierbei relevant?
  • Welche Anforderungen stellen diese sowohl an Onlineshops als auch an den stationären Handel?
  • Und welche Rolle spielen verschiedene Einkaufsphasen, mobile Geräte und Sicherheit dabei?
     
Zentrale Ergebnisse sind:

Online und offline verschmelzen

Der traditionelle Einzelhandel bleibt die wichtigste Anlaufstelle für Information und Kaufabschluss. Bei Lebensmitteln bleibt eine direkte Warenverfügbarkeit der große Pluspunkt der stationären Händler. Dennoch kann auch der Lebensmittelhandel erfolgreich Online-Ansätze integrieren. Modelle, bei denen Kunden im Internet bestellen und die Ware im Geschäft abholen können, werden vom Verbraucher positiv bewertet: 44 Prozent möchten diese Form nutzen, weitere 30 Prozent vielleicht.

Für zwei Drittel aller befragten Kunden bleibt auch in Zukunft der stationäre Handel die erste Anlaufstelle im Hinblick auf die Auswahl von Produkten. Nur bei Elektrogeräten werden die Kunden Testberichte und Websites der Hersteller bevorzugt als Informationsquelle vor dem Einkauf nutzen.

Apps und Co. gewinnen an Bedeutung

Jeder dritte Kunde wird nach eigener Einschätzung immer häufiger zum Smartphone greifen, um sich beim Einkauf über das entsprechende Produkt oder den Preis zu informieren. Nach Expertenmeinung wird die tatsächliche Nutzung noch deutlich stärker ausfallen, wenn entsprechende Angebote (Apps, elektronische Einkaufslisten, etc.) vorliegen und Kunden gelernt haben, das Smartphone in den Einkaufsprozess zu integrieren. Die daraus resultierende Transparenz über Angebote und Preise stellt zwar eine enorme Herausforderung für den Handel dar, doch kann er die neue Technologie zur Stärkung seines stationären Geschäfts einsetzen und ganz neue Kommunikationsformen mit Besuchern seines Ladenlokals nutzen.

Supermärkte und Shopping Center erleben Renaissance

Der Trend zu neuen Geschäftskonzepten in Innenstadtlagen wird auch in den kommenden Jahren weiter anhalten. Während zum Beispiel bis zum Ende der 1990er Jahre neue Shopping Center vor allem am Stadtrand oder auf der grünen Wiese eröffnet wurden, lag der Anteil der innerstädtischen Lagen an allen Neueröffnungen im Jahr 2011 bei 81 Prozent. Auch ein genauerer Blick auf die Bevölkerungslandkarten Deutschlands von 2010 und 2050 zeigt, dass die Bevölkerung zwar um etwa zehn Millionen Einwohner abnehmen wird, diesen massiven Bevölkerungsrückgang aber vor allem die ländlichen Regionen spüren werden.

Nachhaltige Angebote werden von Kunden geschätzt

Sehr positiv bleibt die Einstellung der Verbraucher zu nachhaltigen und fairen Angeboten. So ist die Mehrheit der Konsumenten (62 Prozent) der Meinung, dass deren Umsatz in den nächsten Jahren wachsen wird, auch wenn diese etwas mehr kosten. 40 Prozent sind sogar bereit, deutlich mehr für diese Produkte zu bezahlen. Und jeder zweite Befragte entscheidet sich beim Einkauf bewusst für solche Handelsunternehmen, die unternehmerisch verantwortungsvoll und sozial handeln, indem sie beispielsweise gute Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter schaffen.

Vollständige Studie: Trends im Handel

Quelle: KPMG | EHI Retail Institute