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Alle Mann an Bord bleiben!

veröffentlicht am 07. Juli 2015 von Ute Zesewitz in Allgemein, Tipps und Tricks, Finanzierung

Wie Ihr gute Mitarbeiter durch Mitarbeiterbeteiligungen an Euer Unternehmen bindet

Für viele Unternehmer ist es eine große Herausforderung, gute Mitarbeiter möglichst lange an ihr Unternehmen zu binden. Das bringt Sicherheit und Stabilität und nicht zuletzt spart ihr viel Zeit und Geld: Denn neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist immer sehr aufwändig.

Ein gutes Betriebsklima ist natürlich überaus wichtig. Das erreicht Ihr vielleicht durch flache Hierarchien und schnelle Entscheidungen, durch flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, durch Mitbestimmungsrechte und gute Kommunikation, durch Events außerhalb der Arbeit - oder durch finanzielle Anreize. Und da gibt es viel mehr als nur ein ordentliches Gehalt. Welche Möglichkeiten habt Ihr?

Mitarbeiterbeteiligungen

Diese sind in vielen Variationen möglich. Ob als reine Erfolgsbeteiligung am Ende des Jahres, als Kapitalbeteiligung am Unternehmen oder als Kombination von beiden. Durch Mitarbeiterbeteiligungen könnt Ihr das Wir-Gefühl stärken und die Motivation der Mannschaft erhöhen. Das ist für beide Seiten auch finanziell attraktiv: Eure Mitarbeiter können durch ihre Leistung und ihre guten Ideen den Unternehmenserfolg erhöhen und ihr Vermögen vermehren. Euch wiederum bieten sie eine höhere finanzielle Stabilität, erhöhen die Eigenkapitalquote, verbessern das Unternehmensrating, machen unabhängiger von Banken oder erleichtern einer Bank, Euch Kredite zu geben, sie steigern die Liquidität und senken die Steuer- und Sozialversicherungslast. Außerdem könnt Ihr Kapitalengpässe kurzfristig besser überbrücken, was Euer Unternehmen weniger anfällig für Krisen macht.

Wir stellen euch heute einige Varianten der Formen zur Mitarbeiterbeteiligung vor.

GmbH-Beteiligung
Die GmbH bietet den Erwerb von Unternehmensanteilen an. Der Personenkreis dieses Angebotes beschränkt sich zumeist auf Führungskräfte des Unternehmens. Die Mitarbeiter werden somit vollwertige Gesellschafter des Unternehmens. Mit dieser Beteiligungsform bindet das Unternehmen nicht nur wichtige Mitarbeiter sondern beschafft sich auch langfristiges Eigenkapital.

Indirekte stille Beteiligung
Bei einer indirekten Mitarbeiterbeteiligung wird eine Beteiligungsgesellschaft zwischen Mitarbeiter und Unternehmensleitung dazwischengeschaltet. Diese Beteiligungsgesellschaft fungiert als Mittler und Sammelstelle und leitet das gebündelte Kapital an das Unternehmen weiter. Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter werden in der Regel durch eine variable Vergütung oder ein fixes Entgelt umgesetzt. Diese Erfolgsbeteiligungen werden jedoch oft an Unternehmensgewinne, Leistungen und Wertsteigerungen gekoppelt. Dies erlaubt dem Unternehmen zwar eine leistungsgerechte Bezahlung, bedeutet aber auch eine Weitergabe des unternehmerischen Risikos an die Mitarbeiter.

Direkte stille Beteiligung
Die Mitarbeiter übernehmen stille Anteile des Unternehmens und sind unmittelbar sowohl am Gewinn als auch am Verlust beteiligt. Sie haben kein Mitspracherecht aber ein Informations- und Kontrollrecht. Wenn die Einlagen der Mitarbeiter länger als sechs Jahre in der Firma verbleiben, können sie als Eigenkapital angerechnet werden. Geeignet für Familienbetriebe, die den Mitarbeitern nur begrenzte Rechte einräumen wollen.

Mitarbeiterdarlehen
Die Mitarbeiter gewähren ihrem Unternehmen ein Darlehen. Hierfür erhalten sie eine Verzinsung. Diese kann fest oder gewinnabhängig vereinbart werden. Einschlägige Quellen bezeichnen Mitarbeiterdarlehen auch als "Einstiegsmodell in die Mitarbeiterbeteiligung".

Genussrechte / Genussscheine
Einfach ausgedrückt überlassen Mitarbeiter dem Unternehmen bei diesem Modell Geld und erhalten als "Genuss" eine jährliche Gewinnbeteiligung. Genussrechte (Mischform) sind reine Vermögens­rechte und können unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens ausgegeben werden. Sie können in sogenannten Genussscheinen verbrieft werden. Das Genussrecht kann sich auf einen Nennwert oder einen Grundbetrag beziehen. Die Beteiligung am Gewinn (und Verlust) kann weitgehend frei gestaltet werden.

 Quelle: BMWI-Unternehmensportal | Foerderland.de