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Gute Fehler, schlechte Fehler

veröffentlicht am 21. Oktober 2015 von in Gefunden

Eine neue Gründerzeit durch eine neue Unternehmerkultur


Ein wesentlicher Teil des deutschen Wohlstands beruht auf den Aktivitäten von Unternehmensgründern, die in den 1950er Jahren das deutsche Wirtschaftswunder möglich gemacht haben. Auch heute noch ist Deutschland die treibende ökonomische Kraft in Europa - fatalerweise jedoch oftmals in eher traditionellen Wirtschaftszweigen.

Wir zehren immer noch vom Fundament, das Unternehmensgründer vor Jahrzehnten erfolgreich gelegt haben. Digitalisierung und Globalisierung zwingen uns jedoch dazu, Bewährtes in Frage zu stellen. Jeden Tag versuchen sich Unternehmensgründer weltweit an der Etablierung potenziell weltverändernder, d.h. disruptiver Geschäftsmodelle. Diese Bühne gilt es zu besetzen und nicht den anderen zu überlassen.

Es ist ernüchternd, dass sich in internationalen Vergleichsstudien immer wieder herausstellt, dass viele Deutsche trotz Idee, Kompetenz und grundsätzlichem Interesse am Unternehmertum aufgrund des mit einer Unternehmensgründung einhergehenden Risikos auf die Umsetzung ihres Traums verzichten.

Es existiert eine ganz grundsätzliche Angst vor dem Scheitern. Dagegen hilft auch nicht, dass die Deutschen in den letzten Jahrzehnten ein durchaus positives Bild von Unternehmern und ihrer Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands gewonnen haben.

Eine neue Unternehmerkultur, die das Scheitern als Möglichkeit zum Lernen betrachtet und dies anderen auch zugesteht, anstatt sie zu stigmatisieren, benötigt als aller Erstes ein besseres Verständnis darüber, wie in der deutschen Gesellschaft unternehmerische Fehlschläge überhaupt bewertet werden. Wie positiv oder negativ stehen die Deutschen gescheiterten Unternehmern gegenüber? Gibt es akzeptable Begründungen für unternehmerisches Scheitern? Existieren Tabus?

An dieser Stelle setzt die Studie an. In dieser repräsentativen Studie zeichnen Andreas Kuckertz, Christoph Mandl und Martin P. Allmendinger erstmals, basierend auf bevölkerungsrepräsentativen Daten, ein umfassendes Bild der Einstellung der Deutschen zu unternehmerischen Fehlschlägen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Einstellung der Deutschen nicht so schlecht ist, wie dies oftmals gerne propagiert wird. Trotzdem gibt es erheblichen Verbesserungsbedarf.

Lesen Sie dazu mehr in der aktuellen Studie.

Quelle: www.neue-unternehmerkultur.de