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Neues in 2016 für Gründer und junge Unternehmen

veröffentlicht am 30. Dezember 2015 von in Allgemein, Gründung, Recht und Steuern

Das BMWi informiert, was es im nächsten Jahr an Neuheiten für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen gibt. Die Dezember Ausgabe von erfolghoch2 dem eMagazins für Gründung und Wachstum informiert über neue und aktualisierte Förderprogramme, Entlastungen bei Buchführung und Berichtspflichten, einen neuen (alten) Gründerwettbewerb und Beitragsänderungen bei der Sozialversicherung.

Neue Beratungsförderung
Zu Beginn des nächsten Jahres wird die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen - zu denen auch Angehörige der freien Berufe zählen - neu ausgerichtet.

ERP-Gründerkredit - StartGeld: Zeitspanne verlängert
Der "ERP-Gründerkredit - StartGeld" kann jetzt bis zu fünf Jahre nach der Gründung beantragt werden.

INVEST wird ausgebaut
Mit "INVEST - Zuschuss für Wagniskapital" fördert das Bundeswirtschaftsministerium Investoren, die sich mit ihrem Kapital an jungen innovativen Unternehmen beteiligen und Gesellschaftsanteile erwerben. Der private Investor erhält 20 Prozent seiner Beteiligung über den Zuschuss steuerfrei zurückerstattet, wenn die Beteiligung für mindestens drei Jahre gehalten wird.

Zukünftig soll jeder Investor pro Kalenderjahr Zuschüsse für Beteiligungen in Höhe von bis zu 500.000 Euro (bisher: 250.000 Euro) erhalten. Außerdem wird beim Verkauf der Anteile nach frühestens drei Jahren die zu zahlende Steuer auf Veräußerungsgewinne erstattet.

Entlastung bei Buchführung und Statistik
Das Bürokratieentlastungsgesetz wurde am 28. Juli 2015 verabschiedet und bietet Gründerinnen, Gründern sowie kleinen und mittleren Unternehmen ab dem nächsten Jahr eine Reihe von Vorteilen.

Zum Beispiel: Neue Buchführungsgrenzen
Gewerbetreibende, die eine bestimmte Gewinn- oder Umsatzhöhe erzielen, sind zur doppelten Buchführung verpflichtet. Ab 1. Januar 2016 werden diese Buchführungsgrenzen erhöht. Die Pflicht zur doppelten Buchführung gilt dann für Selbständige mit
  • Umsätzen von mehr als 600.000 Euro (bisher 500.000) im Kalenderjahr oder
  • Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 60.000 Euro (bisher 50.000 Euro)

Die neuen Buchführungsgrenzen werden auf Gewinne und Umsätze angewandt, die in den Wirtschaftsjahren nach dem 31. Dezember 2015 erzielt werden. Betriebe, die unter diesen Grenzbeträgen liegen, können ihren Gewinn daher zukünftig alternativ über die einfachere und kostengünstigere Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln.

Hinweis: Die Grenze von 500.000 Euro bei der Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten ("Ist-Versteuerung") bleibt unverändert.

Ausführlichere und weitere Informationen über neuerung im Jahr 2016 finden sie in der Gesamtausgabe des eMagazins.