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Pitch Deck - Zeit ist Geld

veröffentlicht am 03. Dezember 2020 von in Businessplan | Unternehmenskonzept, Gründung, Tipps und Tricks

Bei der Suche nach Kapitalgebern legen Existenzgründer gern ihren ausführlichen Businessplan vor, um ihr Vorhaben detailliert zu beschreiben. Investoren fehlt jedoch häufig die Zeit, sich in alle Konzepte Unterstützung suchender Gründer zu vertiefen. Eine Möglichkeit, das Interesse der Kapitalgeber dennoch zu wecken, ist das Pitch-Deck.

Dabei werden auf wenigen Folien der oder die Gründer, ihre Idee, die Marktchancen und das Potenzial des Unternehmens vorgestellt. Sofern die Investoren Gefallen an dem geplanten Unternehmen haben, wird der ausführliche Businessplan übersandt.
Das Pitch-Deck wird immer digital, entweder in Form einer PowerPoint- (Windows) oder einer Keynote- (Apple) Präsentation erstellt und im PDF-Format als E-Mail verschickt. Bei den 12 -15 Folien sollte darauf geachtet werden, nicht zu textlastig zu werden. Grafiken und Statistiken können hier unterstützend eingebracht werden.

Die folgende Gliederung der Folien hat sich bewährt:
Folie 1 - Einleitung
Sie dient der Vorstellung des Unternehmens und des Anlasses der Präsentation.
Folie 2 - Team
Hier wird das vorhandene Team mit den jeweiligen Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken der einzelnen Mitarbeiter präsentiert.
Folie 3 - Pain Point
Welcher "wunde Punkte" soll "geheilt" werden? Welches Problem beschäftigt die Zielgruppe tatsächlich?
Folie 4 - Lösung
Was kann das Startup tun, um den Schmerz zu stillen? Hier soll die optimale Lösung für das Problem möglichst überzeugend vorgestellt werden.
Folie 5 - Produkt / Dienstleistung
Auf dieser Folie wird das Produkt oder die Dienstleistung detailliert beschrieben. Auch ein möglicher Prototyp kann dargestellt werden. Aber Achtung: Zu viele technische Details sind nicht sinnvoll.
Folie 6 - Markt
Angaben zu Konkurrenten oder der Sättigung des Marktes sind auf Folie 6 anzugeben. Auch eine Marktanalyse kann präsentiert werden.
Folie 7 - Alleinstellungsmerkmal
Was unterscheidet die Leistung des Startups von anderen Unternehmen? Das Alleinstellungsmerkmal sollte an dieser Stelle hervortreten.
Folie 8 - Wettbewerb
Konkurrenz belebt das Geschäft. Allerdings sollte man sie kennen. Auf Folie 8 sollte daher einen Aufstellung aller Konkurrenten zu finden sein.
Folie 9 - Proof of Concept
Hier muss der Machbarkeitsnachweis erbracht werden. Nur wenn eine Idee tatsächlich umsetzbar ist, werden sich Investoren überzeugen lassen.
Folie 10 - Geschäftsmodell
Für Kapitalgeber ist entscheidend, wann und wie erste Umsätze zu erzielen sind. Eine Aufstellung der Einnahmequellen ist dabei hilfreich.
Folie 11 - Finanzierungsbedarf
Um eine gesicherte Finanzierung zu gewährleisten, muss dem Investor aufgezeigt werden, wieviel Kapital benötig wird und wofür dieses verwendet werden soll.
Folien 12 - 15 Ergänzungen
Neben den Kontaktdaten der Ansprechpartner des Startups ist es möglich, auf den übrigen Folien Marketingmaßnahmen oder langfristige Geschäftspläne vorzustellen.

Um möglichst viel Kapital für das Projekt zu generieren, empfiehlt es sich, das Pitch-Deck übersichtlich und klar strukturiert zu gestalten. Dabei sollten zu viele Stichpunkte zu Gunsten einer besseren Optik vermieden werden. Die Empfehlung lautet, das Design der Folien dem des Unternehmens anzupassen und so einen Konsens zu schaffen.

Die Erstellung eines Pitch-Decks ersetzt keinesfalls einen Businessplan. Eine Ergänzung zu diesen beiden Vorstellungsmöglichkeiten bietet ein Executive Summary, eine Ultra-Kurzdarstellung der wichtigsten Inhalte. Dazu in einem späteren Blogbeitrag mehr.

Autor: Julia Kischko | IHK Dresden