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Welcher Unterstützer ist der Richtige für Ihr Vorhaben?

veröffentlicht am 17. Dezember 2020 von in Allgemein, Gründung

Bei der Gründung eines Startups trifft man auf Akteure wie etwa den Accelerator oder den Inkubator. Eines vorweg, beide Begriffe beziehen sich auf Unterstützer junger Unternehmen. Allerdings unterscheiden sie sich in Bezug auf ihre Motive sowie die Modalitäten der Hilfeleistung.

Ein Accelerator wirkt wie ein Beschleuniger. Er hat ein Interesse daran, dass das Unternehmen nach Möglichkeit schnell wächst und Gewinne erzielt. Als Accelerator tritt meist ein wirtschaftliches Unternehmen auf, welches einen Mehrwert für sich selbst in dem zu fördernden Projekt erkennt.

Nachdem man sich gegen Konkurrenten durchgesetzt hat und die Gunst eines Accelerators für sich gewonnen hat, folgt das so genannte "Boot Camp". Diese Phase ist besonders zeit- und arbeitsintensiv, wobei die Existenzgründer besonders viel Coaching erfahren.

Startups bekommen durch Acceleratoren ein Budget von 20.000 bis 100.000 Euro. Zudem stellen sie meist Arbeitsplätze und technische Anlagen zur Verfügung. Neben der finanziellen Unterstützung gewinnt man auch das Know-how und die Branchenkontakte des Unternehmens. Im Gegenzug erhält das unterstützenden Unternehmen Anteile am Startup von 5 bis 20 Prozent.

Nach der intensiven Coachingzeit soll ein Prototyp oder eine ausgereifte Dienstleitung entstehen. Diese soll wiederrum an einem sogenannten Demo-Day langfristigen Investoren vorgestellt werden, um beispielsweise finanzielle Mittel für die Serienproduktion zu erhalten.

Im Gegensatz dazu schützen und hüten Inkubatoren ein Startup. Sie begleiten die jungen Unternehmen so lange, bis sie gereift und bereit dazu sind, in die freie Wirtschaft entlassen zu werden. Hierin liegt auch der Unterschied zu Acceleratoren. Statt darauf zu drängen, möglichst schnell Profit zu erzielen geht es den Inkubatoren darum, das Startup in dem für sie geeigneten Tempo zu unterstützen und zwar solange, bis sich die Gründer bereit für die Markteinführung fühlen.

Ein weiterer Unterschied ist der Zeitpunkt der Unterstützung. Ein Inkubator unterstützt bereits dann, wenn die Idee noch nicht vollständig entwickelt ist. Es ist in der Regel jedoch auch keine Anschubfinanzierung vorgesehen. Sie stellen allerdings, ebenso wie die Acceleratoren, Arbeitsplätze, technische Ausstattung, Know-how und Kontakte zur Verfügung.

Inkubatoren sind meist öffentliche Einrichtungen, Institutionen oder Unternehmen, die die Existenzgründer unterstützen. Da es sich dabei häufig um Einrichtungen handelt, die durch Steuergelder, Verbände oder die private Wirtschaft finanziert werden, sollen die Ausgaben indirekt an die Quelle zurückgezahlt werden, sofern sich die Unternehmen am Markt etablieren können. Aus diesem Grund ist auch keine Beteiligung am Unternehmen vorgesehen. Ziel ist es, innovative Ideen bis hin zur Marktfähigkeit zu fördern und somit die Wirtschaft zu stärken.

Laut einer Statistik bestehen Startups, welche unterstützt werden, länger am Markt. Dabei gibt es jedoch keinen Unterschied, ob die Unterstützung durch einen Accelerator oder einen Inkubator erfolgt. Welcher Begleiter zu dem jeweiligen Startup passt, muss individuell betrachtet werden.