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Gründen zum Nutzen Aller – Social Entrepreneurship

veröffentlicht am 18. Februar 2021 von in Allgemein

Beim Social Entrepreneurship rangiert die Gemeinnützigkeit im Range vor den wirtschaftlichen Interessen. Unternehmerisches Handeln und Denken richten sich hierbei an Stelle des individuellen Gewinnstrebens vor allem am Wohle Aller innerhalb einer Gesellschaft aus.

Das soziale Unternehmertum findet sich nicht nur in Non-Profit-Unternehmen, sondern kann auch in kommerziellen Unternehmen gelebt werden, sofern und soweit diese gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Mit Hilfe unternehmerischer Mittel sollen neue innovative Entwicklungen entstehen, welche gesellschaftliche Herausforderungen lösen können. Gemäß einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) machen Gründer von sozial ausgerichteten Unternehmen neun Prozent aller Gründungen in Deutschland aus. Besonders auffällig hierbei ist, dass im besonderen Maße Frauen und Gründer über 50 Jahren vertreten sind.

Neben den herkömmlichen Unternehmensformen werden Social Entrepreneurships häufig als eingetragene Genossenschaft, gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder als gemeinnützige GmbH gegründet. Eine Gründung in Form einer Gesellschaft für Verantwortungseigentum (siehe: Idealismus statt Gewinn? Brauchen wir die Gesellschaft mbH in Verantwortungseigentum?) ist derzeit in Deutschland nicht möglich, wird aber diskutiert.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Unternehmensgründungen gründen Social Entrepreneure meist im Team. Auch "Notgründungen" findet man kaum. Der Beweggrund für den Schritt in die Selbstständigkeit ist meist die Umsetzung einer bestimmten Geschäftsidee oder der Wille, sich selbst zu verwirklichen.

Da Erfolg häufig am Gewinnwachstum gemessen wird, ist es für soziale Startups besonders schwierig, ihr Vorhaben zu finanzieren. Öffentliche Förderprogramme bilden neben Crowdfunding und Spenden den wichtigsten Baustein für die Finanzierung.

Obwohl die Kundengewinnung wie bei allen Gründern auch bei Social Entrepreneuren ein heikles Thema ist, gestaltet sich dieser Aspekt häufig unkomplizierter als bei anderen Existenzgründern. Grund hierfür sind die umzusetzenden Projekte, die häufig auch den Kunden am Herzen liegen und die diese gern unterstützen.

Besonders bei Social Entrepreneurships finden sich viele innovative Produkte und Dienstleistungen, die es bisher am Markt nicht gegeben hat. Laut KfW bringt nahezu jedes vierte "junge" Sozialunternehmen sein innovatives Produkt zur Marktreife.

Die Studie der KfW ist unter folgendem Link einsehbar: www.kfw.de/Sozialunternehmer